• Instagram
  • Facebook Social Icon
  • Youtube

Subscribe to Updates

ÖFFNUNGSZEITEN

MO: 14.00-17.30 DO: 14.00-17.30 SA: 13.00-16.00 

  • lucienne

Lotusgeburt

Aktualisiert: Feb 23

Unsere Lotusgeburt beim dritten Baby im Jahr 2015


Was ist eine Lotusgeburt: Bei der Lotusgeburt wird die Nabelschnur nach der Geburt nicht durchtrennt, sie bleibt intakt. Die Nabelschnur und Plazenta bleibt am Baby dran, bis sie selber abfällt.

Warum wir uns für eine Lotusgeburt entschieden haben: Ich habe schon einiges über die Lotusgeburt gelesen und empfand dies als einen richtig tollen und entspannten Start ins Leben. Beim ersten Kind hat Papa die Nabelschnur durchtrennt und empfand es als grausam (obwohl er sich geehrt fühlte). Beim 2. Kind dufte es die liebe Gotte und Tante machen, die auch bei der Geburt dabei war und empfand es auch als komisch, obwohl auch sie zu Tränen gerührt war, das tun zu dürfen. Beim Dritten sollte sie nun also nicht mehr durchtrennt werden, dachte ich mir nach einiger Recherche und überzeugte Papa von meinem Plan. Er fand den Gedanken an eine herumliegende Plazenta nicht gerade toll... :P Aber liess sich darauf ein.

Die Lotusgeburt: Das Baby kam zur Welt und ca 15 Minuten später gebar ich auch die Plazenta. Wir hatten eine wundervolle Wassergeburt und so konnte die Plazenta auch gleich etwas sauber gemacht werden. Ich schaute sie mir an und sie sah ganz aus. (Ich hatte vorher noch nie so genau eine Plazenta begutachtet, aber es schien kein Stück zu fehlen. Und ich fand sie wunderschön <3 Aussedem roch sie genau so süsslich wie das Neugeborene ( Ja klar, irgendwo her müssen sie ja ihren Geruch haben :)) Wir haben uns dann erstmal ins Bett gelegt und die Plazenta in ihren Topf gelegt. Papa hatte nach der Geburt den Kleine gehalten. Er probierte die Plazenta nicht zu beachten.

Auch als am Morgen die Grossen ins Bett kamen, mussten sie sich an die Plazenta gewöhnen. " Mama kannst du sie zudecken, wenn ich den Kleinen halte? ". Aber sie haben sich schnell daran gewöhnt. Der Kleinere fragt: Mama gell das ist die Nabelschnur und das die Plazenta?" Am Morgen/ Mittag hab ich sie dann nochmals gründlich gewaschen und ein Stück für die Plazenta-Globuli heraus geschnitten. Danach hab ich sie wieder in den Topf gelegt.

Die Nabelschnur ist schon wesentlich dünner geworden, ist aber immernoch feucht. Aber am Abend war sie dann schon langsam eingetrockneter.

Je trockener sie wurde, je besser musste man aufpassen beim Hantieren. Beim Abendbrot hab ich sie in einen Beutel gepackt und Baby in den Sling genommen und so haben wir am Familientisch gegessen. In der Nacht war sie dann wieder in ihrem Topf. Mein kleiner Schatz lag dann entweder auf mir oder direkt neben mir und der Topf gleich neben an ( ja klar, weiter weg konnte er ja auch nicht sein ;))


Nach 24 Stunden soll die Plazenta gesalzen werden und im Beutel verpackt werden. Wir haben aber entschieden, damit bis am nächsten Morgen zu warten ( Baby kam um 02.00 Uhr auf die Welt). Da kam noch die Hebamme und so wurde es ca 10 Uhr bis wir mit dem Salzen anfingen. Das war aber eindeutig zu lange gewartet. Die Plazenta roch schon sehr stark!! Aber das Einsalzen war wunderschön. Der grosse Bruder hat die Salzmischung vorbereitet. Auch Gotti Stephi und ich halfen die Rosenblüten zu zerkleinern und Lavendelblüten darunter zu mischen. Danach hab ich die Plazenta ganz mit Salz bestreut und eingerieben und sie in ein Nuschi verpackt. Der starke Geruch ging relativ schnell weg und es bewährte sich gut saugendes Material unter das "Plazentapäckli" zu legen, da sie doch viel Flüssigkeit in sich trug. Am Abend haben wir nochmals gesalzen. Auch der Grosse fand es toll und half gerne. Am nächsten Tag hab ich am Morgen alleine nochmals gesalzen. Die Nabelschnur war ganz trocken und auch die Plazenta verlor nicht mehr soviel Flüssigkeit. Am Nachmittag hantierte ( ja man musste schon sehr aufpassen mit der Nabelschnur und der Plazenta, aber es ging eigentlich gut) ich mit dem Tragetuch und wir gingen etwas in den Garten.


Am Abend salzen wir nochmal frisch und der Nabelschnur lockerte sich auch schon etwas am Bauchnabel. Am nächsten Tag ( also am dritten Tag nach der Geburt) haben wir nochmals gesalzen. Das Plazentatäschchen erwies sich als sehr praktisch mit seinem Hänkel. Am Nachmittag gingen wir nochmals kurz im Sling raus.















Am Vorabend hat sich die Nableschnur dann gelöst. Es war eine so magische und verzauberte Zeit. Es war so besonders und vollkommen, genau wie es sein sollte.















Am nächsten Tag hab ich die Plazenta nochmals kurz in Wasser eingelegt und danach einen Abdruck gemacht. Danach hab ich sie nochmals fest gesalzen und seither steht sie im Schlafzimmer. Sie ist nun ganz trocken und wartet darauf, bei der Taufe begraben zu werden.







Ich brauche also folgendes:

- Abtropfsieb um die Plazenta zu säubern ( brauchten wir nicht, da wir eine Wassergeburt hatten)

- Tontopf

- Nuschis/ Baumwolltücher

- ca 1kg Meersalz/ Kristalsalz

- optional äth. Lavendel oder Rosenöl

- optional Blütenblätter (zb. Lavendel, Rose, Calendula)

- optional Plazentatasche


Ich ging folgendermassen vor:

1. Plazenta waschen nach der Geburt

2. Die Plazenta ca. 24 Stunden trocknen lassen, die Nabelschnur ist dann schon getrocknet. Dafür habe ich ein Uschi/ Baumwolltuch über den Tontopf gespannt und die Plazenta draufgelegt.

3. Danach habe ich die Plazenta fest eingesalzen, damit das Salz ihr das Wasser entziehen konnte. Die Salzmischung kann mit Blütenblättern und wenigen Tropfen äth. Lavendel oder Rosenöl angereichert werden. Wichtig ist, dass nur wenige Tropfe ( 3-5) verwendet werden, da das äth. Öl für das Baby sonst zu stark riecht. Anschliessend die Plazenta in ein Nuschi/ Baumwolltuch einpacken und noch eine Saugeinlage ( Zb. Nuschis/ Baumwolltuch) drunterlegen, um die austretende Feuchtigkeit aufzufangen. Das ganze habe ich dann in den Tontopf gelegt.

4. Die Plazenta habe ich intuitiv, aber mindestens aber einmal pro Tag frisch gesalzen. Dafür wird das alte Salz etwas entfernt und neues drüber gestreut. Anschliessend habe ich es wieder ins Nuschi/ Baumwolltuch verpackt. Wenn ich nicht im Bett war, habe ich die Plazenta in die Plazentatasche gepackt und könnte mich so problemlos bewegen.

5. Die Nabelschnur hat isch bei uns schon nach drei Tagen gelöst. Die Plazenta habe ich anschliessend noch im Salz gelassen, bis sie ganz hart und trocken war.


Tips:

- Ich habe stets darauf geachtet, dass kein Zug auf die Nabelschnur ausgeübt wurde. Was beim Tragen im Tuch/ Sling zwar eine Herausforderung war, hat aber geklappt.

- Ich habe die Plazenta etwas spät gesalzen, ich würde es nächstes mal früher machen, ev schon nach 18 Stunden bis max. 24. Stunden. Wir haben es erst etwa 32 Stunden nach der Geburt gemacht.

- Die plazentatasche habe ich einfach selbst genäht. Ich habe eine kleine rechteckige Tasche gemacht, ca 25x25 cm und oben eine Kordel eingezogen. Zudem habe ich noch einen kleinen Henkel dran genäht, um sie besser halten zu können. Diese konnte ich dann auch am Slang festbinden.