Arbeitsweise

Die sozialpädagogische Familienbegleitung ist in drei Phasen unterteilt: die Einstiegsphase, die Hauptphase und die Abschlussphase. Nach der Einstiegsphase (wenn nötig) und jeweils nach ca. 6 Monaten in der Hauptphase werden Standortsitzungen abgehalten, wofür wir jeweils ein Verlaufsbericht erstellen, der Auskunft über den Verlauf der Begleitung, die Entwicklung bezüglich den Zielen, die Motivation und Kooperation der Familie gibt. Für die Standortsitzungen wird ein Sitzungsprotokoll erstellt.

Während der ganzen Begleitung erfolgt die Zusammenarbeit mit dem Hilfesystem und/oder familiären Umfeld transparent gegenüber der Familie. Die begleitende Fachperson steht grundsätzlich unter Schweigepflicht, was dem Schutz und der Privatsphäre der Familie dient und das Vertrauen zwischen der Familie und der begleitenden Person aufrecht erhält.

Möglicher Ablauf einer Begleitung

Einstiegsphase (3 Monate)
- Familie und Familiensystem kennen lernen
- Vertrauen und Kooperation fördern, Arbeitsbündnis schliessen
- Ziele gemeinsam mit der Familie in Arbeitspunkte gliedern und priorisieren, falls nötig anpassen

- Intensität der Begleitung klären (wenn nötig)
- Bisherige Ressourcen und Problemlösungsstrategien kennen lernen
- Bewusstsein für belastende Faktoren schaffen
- erste Interventionen vornehmen

Hauptphase (ca. 6-18 Monate)
- Konkretes Arbeiten an den Arbeitspunkten und Zielen

- Elterliche Fähigkeiten aktivieren und stärken
- neue Erziehungsstrategien einüben
- Handlungskompetenzen festigen

Abschlussphase (3 Monate)
- Intensität der Begleitung reduzieren
- Entwicklung stabilisieren und erworbene Kompetenzen überprüfen

- Belastbarkeit des Familiensystems beobachten
- ggf. Nachbetreuung klären

Intensität

Unsere Begleitungen finden in der Regel einmal pro Woche statt während ein bis drei Stunden, je nach Auftrag und Bedarf. Der Verlaufsprozess bestimmt in der Regel, wie die Intensität der Einsätze stattfindet. Bei Bedarf kann die Intensität während der Einstiegsphase ermittelt werden. Wenn der Bedarf überwiegend geklärt ist, kann die Intensität auch bereits festgelegt werden. Werden starke Abweichungen in der Einstiegsphase festgestellt, beantragen wir eine intensivere Begleitung. Hierzu kann eine Standortsitzung nach der Einstiegsphase nützlich sein.

Zusammenarbeit mit dem Hilfesystem 

In der SpF legen grossen Wert auf klare Rollenklärung und Transparenz unter aller im Hilfesystem beteiligten Stellen und der Familie.
Regelmässig werden mit dem Leistungsbesteller, der Familie und andere im Helfersystem vorhandene Stellen Standortsitzungen abgehalten, wo der Prozess und die Ziele laufend überprüft werden. Ebenso werden neue Ziele festgelegt und die Begleitdauer geregelt. Anlässlich der Standortsitzungen verfassen wir einen Bericht über den Verlauf der Begleitung. Im Protokoll der Standortsitzung werden die neuen Ziele festgehalten, diese dienen als Arbeitsinstrument für die weitere Begleitung.